Schützenbruderschaft St. Laurentius Holtrup-Langförden e.V.
Schützenbruderschaft St. Laurentius         Holtrup-Langförden e.V.

Geschichte der Schützenbruderschaft St. Laurentius Holtrup-Langförden e.V.

Der Schützenverein Holtrup wurde 1924 gegründet. Als Ziel des Vereins war in § 2 der damaligen Satzung formuliert: „Die Freundschaft und die Eintracht unter der Einwohnerschaft der Bauernschaft Holtrup zu pflegen und die Jugend im sicheren Schießen als treue Staatsbürger zu üben." Eine klare Dokumentation aus dem Zeitgeist jener Tage heraus und heute auch noch stichhaltig. Freundschaft, gegenseitiges Verstehen, Zusammenhalten in Freud und Leid waren und sind die festen Pfeiler in unserer Gemeinschaft.

 

Die Schützenverein Holtrup, vertreten durch ihren damaligen Vorsitzenden Josef Vornhagen, schloss sich 1927 dem Schützenverband TELL Südoldenburg an.

 

Von 1935 an nannte sich der Verein St.-Hubertus Schützenverein Holtrup, da er sich der Erzbruderschaft St. Sebastianus angeschlossen hatte. Der erste Schießstand wurde auf einer Weide von Bauer Reinke an der Straße Holtrup-Lutten erbaut.

 

Häufig wurden Stimmen laut, die Jugend mehr für den Schießsport zu begeistern. Immer mehr Jugendliche wurden durch die Kompanien an den Schießsport herangeführt. Die Jugendlichen waren sichtlich froh und die Jugendwarte hatten alle Hände voll zu tun, da sie den Jugendlichen die Waffen erklärten und Schießübungen durchführten. Bei Vergleichsschießen mit der Schützenklasse stand diese Elite dann später ihren Mann.

 

Der Schützenverein trat den Deutschen Historischen Schützenbruderschaften bei, die einen katholischen Geistlichen als Präses hatten. Dieses war der damaligen NS-Führung ein Dorn im Auge. Aus Regierungssicht hätte man den Deutschen Schützenbund wählen müssen, da dieser eine ganz andere Zielsetzung hatte. Durch dieses „Vergehen“ wurde der Schießstand ständig überprüft und jede Kleinigkeit bemängelt. Es wurden immer neue Fehler gefunden bis man den Schießstand schließlich schließen musste. Es wurde sogar untersagt, an öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen und Prozessionen teilzunehmen. Die Vereinsfahne durfte nicht mehr öffentlich gezeigt werden. Sie wurde dann in der Kirche aufbewahrt. Es musste eine Reichsbundfahne angeschafft und bei allen öffentlichen Veranstaltungen mitgeführt werden. Die Schützen waren mit dieser Situation sehr unzufrieden. Sie fragten sich‚ was sie mit einem Schützenverein ohne Schießstand sollten.

 

Der damalige Vereinsführer Theodor Dasenbrock besorgte sich bei der Kreisverwaltung und der Polizei alle nötigen Unterlagen für einen Neubau eines Schießstandes. Durch die Mithilfe aller Schützen wurde in kurzer Zeit ein neuer Schießstand nach den Richtlinien der damaligen Machthaber erbaut. Er wurde durch die Schutzpolizei und durch das Amt in Vechta abgenommen. Nun konnte wieder geschossen werden, was von der Bevölkerung dankbar gewürdigt wurde. Der Schießsport wurde 1939 bedingt durch den 2. Weltkrieg eingestellt und nach Ende wieder aktiviert. Aufgrund der guten Kassenlage konnte 1954 ein neuer Schießstand in Holtrup gebaut werden. Auf der Generalversammlung 1965 wurde dann beschlossen, den Schießsport für die Jugend im Alter von 14 bis 18 Jahren zu fördern. Vereins- und Sachpreise, die gespendet wurden, kamen der Jugend zugute. Einige Jahre später kamen noch Orden und Pokale hinzu und so konnte der Schießstand in Holtrup die Schützen kaum noch fassen. Durch die intensive Werbung der Schützenverein Holtrup in ganz Langförden bekannt geworden. Überall in den Bauernschaften bildeten sich neue Schießgruppen, die sich dann zu Kompanien zusammenschlossen und dem Schützenverein Holtrup beitraten. 1973 wurde der erste Schützenkönig des Vereins ermittelt; Bernd Nieske.

 

Da sich der Verein stark vergrößerte, war häufig die Frage nach einen geräumigen Schießstand und größerem Festplatz aufgeworfen worden. Es bot sich ein Gelände beim Sportplatz am Gut Bomhof an. Der Grundstein für den Bau der neuen Schützenhalle wurde am 11.10.1974 gelegt. Alle Kompanien halfen bei dem Bau mit und so konnte am 2. Mai 1975 bereits die Einweihung des neuen Schießstandes gefeiert werden.

14 Tage später wurde dann das 51. Schützenfest gefeiert, zu dem fünf Kompanien zählten. Eine neue Belebung des Schützenvereins begann 1981 als man dem Bund der Deutschen Historischen Schützenbruderschaft beitrat. Sie nannten sich seit dieser Zeit Schützenbruderschaft Holtrup-Langförden e.V. Es wurde beschlossen eine neue Fahne anzuschaffen, da die alte Fahne zu zerreißen drohte. Sie war ja nun auch schon fast 50 Jahre alt. Diese wurde dann zum Schützenfest 1994 feierlich in der St. Laurentius Kirche in Langförden von unserem Präses Pfarrer Heinrich Rießelmann eingeweiht.

Durch die ständig anwachsenden Mitgliederzahlen und bedingt durch den daraus resultierenden Schießsport wurde auch diese Schützenhalle bald zu klein. 1995 wurde die Schießhalle erweitert und modernisiert, so dass dann 10 Luftgewehrstände und 8 Kleinkaliberstände vorhanden waren. Der Schießsport war weiterhin im Aufwind. Viele Erfolge sind in der Bruderschaft erzielt worden. Sogar bei den Bundesmeisterschaften erreichte man den ersten Platz im KK Senioren Mannschaftsschießen.

 

Die Schützenbruderschaft Holtrup-Langförden e.V. feierte 1999 mit den umliegenden Schützenvereinen und Bruderschaften ihr 75-jähriges Bestehen. Auf diesem Schützenfest Wurde auch erstmalig ein Kaiser unter allen ehemaligen Königen aus geschossen. Es war ein Ianger Kampf bis der Adler fiel. Otto Büssing konnte sich den Titel als erster Kaiser der Schützen sichern. Für besondere Leistungen in der Bruderschaft werden zum Schützenfest auch Ehrungen für einige Schützen ausgesprochen und mit einer Urkunde der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft bedacht.

In den letzten Jahren sind auch bereits zwei Frauen, Marlies Baumann und Ursula Schwinefot, mit dem Hohen Bruderschaftsorden (HBO) ausgezeichnet worden. Beim Königschießen erlangten bisher vier Frauen die Königswürde. Andrea I. Kupka (2004/2005), Andrea II. Sieverding (2014/2015), Petra I. Schwinefot (2017/2018) und Cornelia I. Hellmann (2018/2019).

Bei einer Abstimmung auf der Generalversammlung wurde festgelegt, dass der Haupttag des Schützenfestes in Langförden der Samstag ist. Dieses wurde von allen Beteiligten gut angenommen. 

 

lm Laufe der Jahre ist die Schießanlage veraltet. Im Zeitalter des Computers war es an der Zeit, unsere Schießanlage auf den neuesten Stand zu bringen. So wurde beschlossen, eine neue Computeranlage zu installieren. Mit der Installation der Anlage wurde auch die Schützenhalle neu renoviert. Am 22.08.2009 wurde bei dem Bezirksjungschützentag in Langförden das erste Mal auf die neu installierte Computeranlage geschossen.

 

Auch die Geselligkeit und das Miteinander wird in der Bruderschaft groß geschrieben. So wird z. B. jedes Jahr der Königsgeburtstag gefeiert.  

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